Anwesend: Der Mensch, die Natur, planetare Grenzen
Abwesend: Zukunft
Der Sommer ist laut geworden.
Menschen.
Insekten.
Vögel.
Das Flirren der Flügel,
das Rufen,
das Licht, das auf allem liegt.
Alles hebt an zu leben.
Zu überleben.
Ein Wettstreit im Lichtstrahl,
atemlos,
drängend,
auf der Suche
nach Zuflucht
im Hier und Jetzt.
Strassen und Plätze besetzt.
Fiebrig
im Rausch der Endlichkeit.
An Fassaden
und Denkmälern
bröckelt der Schutz.
Ihre frei gelegte Haut
wird zur Fläche für Bekenntnisse:
Verletzlichkeit.
Mahnung.
Gleichgültigkeit.
Daneben wachsen Berge
aus Abfall
und lassen die Natur hinter sich.
Grashalme stehen still
und schnappen taumelnd
nach Luft.
Auf dem See:
bunte Badekappen,
schaukelnde Boote,
spitze Segelmasten
stochern im Wasser
in einer Reihe von Wellen.
Als wäre nichts geschehen.
Hoffnung:
Vielleicht kehrt Stille ein,
wenn irgendwo ein Ort entsteht
für das,
was wir nicht mehr sagen können.
Für das,
was wir wahrhaft fühlen.
Und für das,
was noch kommen soll.