Anwesend: Mensch am Steuer, Tugenden, Gefühle
Entschuldigt: Vernunft
Gehen, Sehen, Fühlen, Denken, Tun –
alles im selben Takt
bis in die Ewigkeit?
Heute einfach mal
die nächste Ausfahrt nehmen.
Form und Inhalt
für die Zukunft
frei gestaltet.
Ein Leben
chromveredelt.
Temporeich geht es auf den Boulevard
der Möglichkeiten.
Eine Hand im Wind,
die andere am Steuer
auf dem Weg ins Abenteuer.
Verkehrsdurchsage:
Pferde galoppieren
auf dem Seitenstreifen.
Die Leitplanken
mit einem grossen Satz
durchbrechend.
Vom Rücksitz:
„Nimm den Fuss vom Gas.“
Die Angst:
„Ich brauche einen Rastplatz.“
Besetzt.
Von Hüllen der Vergangenheit,
materieller Hinterlassenschaft
mit Absender
und ohne Adressat.
Die Disziplin murrt:
„Ich habe euch doch immer sicher an das Ziel gebracht.
Neben mir sassen Willenskraft und Mässigung –
wir kannten jede Strecke.“
Vom Lenkrad:
„Ich weiss.“
Dann Gas.
„Lasst uns mit Illusionen spielen.
Die Geschichte unterbrechen.
Radar- und Normkontrollen
des Zeitgeists
lässig in die Linse winken.
Und dem Genuss
endlich Tugend zugestehen.“
Pendenz:
Rückspiegel.
Blinker setzen.