Anwesend: Mensch am Steuer, Tugenden
Entschuldigt: Vernunft
Gehen, Sehen, Fühlen, Denken, Tun – alles im selben Takt bis in die Ewigkeit?
Nun heute einfach mal die nächste Ausfahrt nehmen, die Zukunft frei gestalten – chromveredelt.
Temporeich gehts auf den Boulevard der Möglichkeiten.
Eine Hand im Wind, die andere steuert in das Abenteuer.
Verkehrsdurchsage: Pferde galoppieren auf dem Seitenstreifen
auch sie die Leitplanken des Lebens mit einem grossen Satz durchbrechend.
Vom Rücksitz meldet sich sofort die Angst: „Mensch, nimm den Fuss vom Gas,
das ist doch hier kein Spass, ich brauche Rückzug auf dem nächsten Platz zum Rasten“. Dieser ist besetzt von Hüllen der Vergangenheit, materieller Hinterlassenschaft mit Absender und ohne Adressat.
Auch der Disziplin wird es mulmig in dem Strom des Unbekannten.
Aus dem Fond hört man sie deutlich sagen: „Ich bin doch eine Tugend, die neben Willenskraft und Mässigung Menschen so verlässlich an ihr Ziel bringt“.
Ja, das habe ich verstanden, tönt es vom Lenkrad souverän.
Unbeeindruckt an die Rückbank sprechend: „Lasst uns mit Illusionen spielen,
die Geschichte unterbrechen voll formaler Kraft. Hier und da gefällig und spontan die Kurven nehmen, „Radar- und Normkontrollen“ des urbanen Zeitgeists lässig in die Linse winken und dem Genuss endlich Tugend zugestehen“.
Pendenz: Ein Blick in den Rückspiegel – und endlich blinken.